Attribute für alle Anwendungen

Ein Identity Provider (IdP) sollte prinzipiell in der Lage sein, die unten genannten Attribute zu generieren und an anfragende Dienste / Service Provider (SP) zu übertragen. Die meisten der in der DFN-AAI registrierten Dienste lassen sich auf diese Weise nutzen. Daneben existieren aber auch spezielle Anwendungen, die sehr spezifische Attributprofile erfordern, die aber üblicherweise in den SP-Metadaten dokumentiert sind (<RequestedAttribute>). Die für die Nutzung von E-Learning Systemen empfohlenen Attribute sind hier dokumentiert.

Wichtig: Beachten Sie in jedem Fall die Hinweise zum Datenschutz!

Die auf dieser Seite verfügbaren Informationen basieren auf einem in der Anfangsphase der DFN-AAI (2008) veröffentlichten Papier, das als Handreichung für Heimateinrichtungen, d.h. IdM- und IdP-Betreiber konzipiert war.

Nr. Attribut LDAP-Name Objektklasse
01 Name cn (commonName) person
02 Angezeigter Name displayName inetOrgPerson
03 Nachname sn (surname) person
04 Vorname givenName inetOrgPerson
05 E-Mail-Adresse (Dienst) mail inetOrgPerson
06 Name der Heimateinrichtung o (organizationName) organizationalPerson
07 Netz-ID eduPersonPrincipalName eduPerson
08 Art der Zugehörigkeit zur Heimateinrichtung eduPersonAffiliation eduPerson
09 Art der Zugehörigkeit plus Domain Name eduPersonScopedAffiliation eduPerson
10 Berechtigungen eduPersonEntitlement eduPerson
11 Pseudonymer, Anbieter-spezifischer Identifier eduPersonTargetedID eduPerson
12 Eindeutiger, global gültiger Identifier eduPersonUniqueId eduPerson
13 ORCID ID(s) eduPersonOrcid eduPerson
14 Level of Assurance / Verlässlichkeitsklasse eduPersonAssurance eduPerson
Meta-Informationen und Schreibweisen für Attribute
Beschreibung Kurze Beschreibung des Attributs
aus Objektklasse LDAP-Objektklasse, in der das Attribut ursprünglich definiert wurde
Semantik Bedeutung des Attributs
LDAP Syntax LDAP-Syntax des Attributs (RFC 4517). Die Syntax wird in Stringform angegeben (nicht als OID). Eine Zahl in runden Klammern spezifiziert eine Maximallänge
Anzahl der Werte ein : das Attribut darf nur einen Wert haben
mehrere: das Attribut kann beliebig viele Werte haben
erlaubte Werte Kontrolliertes Vokabular: Liste der erlaubten Attributwerte
Bemerkungen Zusätzliche Informationen
Beispiel Beispiel im LDIF Format (LDAP Data Interchange Format, RFC 2849)
Verwendungszweck Beispiele für die Verwendung des Attributs
OID Object Identifier, dient in Form von URNs der eindeutigen Bezeichnung der Attribute in der SAML-basierten Kommunikation zwischen IdP und SP, z.B. 'urn:oid:2.5.4.12' für 'title'
Referenzen Verweise zu RFCs, Standards und sonstigen Dokumentationsquellen

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01 Name (cn, commonName)
Beschreibung Name eines Objekts, in der Objektklasse „person“ Name einer natürlichen Person
aus Objektklasse person
Semantik X.500-Attribut in Übereinstimmung mit RFC 2256, das den vollen Namen einer Person beschreibt, in der Regel als „<Vorname>blank <Nachname>“
LDAP Syntax DirectoryString
Anzahl der Werte mehrere
erlaubte Werte entfällt
Bemerkungen Wird häufig als Attribut verwendet, das dem gesamten Eintrag den Namen gibt (namensgebendes Attribut). Der Personenname ist oft nicht eindeutig, so dass sich andere Attribute besser zur Namensgebung eignen, z.B. mail oder eduPersonPrincipalName. Da es sich um ein Multi-Value-Attribut handelt, sollte stattdessen ohnehin displayName verwendet werden.
Beispiel cn: Hugo Mustermann
Verwendungszweck Nicht verfälschbare Anzeige des Namens, z.B. wissenschaftliche Journale mit öffentlicher Diskussion / nichtanonymer Peer-Review
OID 2.5.4.3
Referenzen eduPerson-Doku

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02 Angezeigter Name (displayName)
Beschreibung Angezeigter Name einer Person
aus Objektklasse inetOrgPerson
Semantik Nach RFC 2798 wird dieses Attribut genutzt, um nur einen vollen Namen darzustellen. Das Attribut diplayName wird benötigt, da cn/commonName mehrere Werte haben kann.
LDAP Syntax DirectoryString
Anzahl der Werte ein
erlaubte Werte entfällt
Bemerkungen Aus dem Multi-Value Attribut cn/commonName wird IdM- oder IdP-seitig ein Wert für displayName gewählt. In der Regel der Name einer Person, unter dem sie allgemein bekannt ist.
Beispiel displayName: Hugo Mustermann
Verwendungszweck Da das Attribut einwertig ist und den üblichen Namen einer Person enthält, eignet es sich für anwendungsunterstützende Zwecke besser als cn/commonName). Anwendungen, die zur Personalisierung dislayName verwenden, sind i.d.R. auch in der Lage, alternativ eine Kombination aus sn und givenName zu verarbeiten.
OID 2.16.840.1.113730.3.1.241
Referenzen eduPerson-Doku

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03 Nachname (sn, surname)
Beschreibung Nachname oder Familienname einer Person
aus Objektklasse person
Semantik X.500-Attribut in Übereinstimmung mit RFC 2256, das den Nachnamen einer Person beschreibt
LDAP Syntax DirectoryString
Anzahl der Werte mehrere
erlaubte Werte entfällt
Bemerkungen Für die DFN-AAI sollte der Teilnehmer nur einen Wert bereit stellen und zwar den Nachnamen, der für die offizielle Kommunikation mit der betreffenden Person genutzt wird.
Beispiel sn: Mustermann
Verwendungszweck E-Learning: Zuordnung von Personen zu Lerngruppen im E-Learningsystem, zum Beispiel durch Tutoren. Wird üblicherweise in Kombination mit givenName verwendet.
OID 2.5.4.4
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04 Vorname (givenName)
Beschreibung Vorname einer Person
aus Objektklasse inetOrgPerson
Semantik Nach RFC 2256: Das Attribut Vorname ist für den Teil des Namens gedacht, der nicht Nachname oder mittlerer Name ist.
LDAP Syntax DirectoryString
Anzahl der Werte mehrere
erlaubte Werte entfällt
Bemerkungen Für die DFN-AAI sollte der Teilnehmer nur einen Wert bereit stellen.
Beispiel givenName: Hugo
Verwendungszweck E-Learning: Zuordnung von Personen zu Lerngruppen im E-Learningsystem, zum Beispiel durch Tutoren. Wird üblicherweise in Kombination mit sn verwendet.
OID 2.5.4.42
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05 E-Mail-Adresse (mail)
Beschreibung Dienstliche E-Mail-Adresse
aus Objektklasse inetOrgPerson
Semantik RFC 1274: Das Attribut mail spezifiziert eine elektronische Mailbox nach RFC 822.
LDAP Syntax IA5String (256)
Anzahl der Werte mehrere
erlaubte Werte entfällt
Bemerkungen Zur Erfüllung bestimmter Dienste (z.B. Notification Service) wird der Anbieter die Weitergabe dieses Attributs verlangen.
Da die E-Mail-Adresse in manchen Kontexten als Name ID verwendet wird, sollte 'mail' immer nur mit einem Wert belegt werden!
Beispiel mail: mustermann@uni-musterstadt.de
Verwendungszweck E-Learning: (automatische) Benachrichtigungen, zum Beispiel in Foren, Ordnern oder durch Tutoren.
Bibliotheken: (automatisches) Verschicken von Informationen, zum Beispiel neue Ergebnisse für eine in der Anwendung hinterlegte Recherche (Alert-Dienst).
Alle Anwendungen: Kann als eindeutige ID zur Personalisierung verwendet werden.
OID 0.9.2342.19200300.100.1.3
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06 Name der Heimateinrichtung (o, organizationName)
Beschreibung Name der Organisation bzw. Institution, der eine Person angehört
aus Objektklasse inetOrgPerson
Semantik Abbildung des Organisationsnamen im Personeneintrag
LDAP Syntax DirectoryString
Anzahl der Werte mehrere
erlaubte Werte entfällt
Bemerkungen In Fällen, in denen ein Dienst den Organisationsnamen nicht nur zu Anzeigezwecken verwendet, sondern den Attributwert technisch weiterverarbeitet, empfiehlt sich alternativ der Einsatz von schacHomeOrganization (s. SCHAC), das keinen beliebigen String, sondern einen Domain Namen transportiert - in der Regel identisch mit dem sog. Scope (s.u. eduPersonPrincipalName).
Beispiel o: Universität Musterstadt
Verwendungszweck Zusammen z.B. mit cn oder displayName zum Zweck der De-Anonymisierung
OID 2.5.4.10
Referenzen eduPerson-Doku

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07 Name in Form einer Netz-ID (eduPersonPrincipalName)
Beschreibung Netz-ID einer Person
aus Objektklasse eduPerson
Semantik Eindeutiger Identifier. Der Wert besteht aus einem linken und einem rechten Teil getrennt durch '@', z.B. user123@uni-musterstadt.de, wobei der rechte Teil die (in der Regel im DNS registrierte) Domain - den sog. 'Scope' - und der linke Teil eine innerhalb der Domain eindeutige ID beschreibt, häufig die Nutzerkennung der betreffenden Person.
LDAP Syntax DirectoryString
Anzahl der Werte ein
erlaubte Werte entfällt
Bemerkungen Im Gegensatz zum Attribut mail muss es sich nicht um eine funktionierende und dieser Person zugeordnete E-Mail-Adresse handeln. Auch wird man eher hier als an anderer Stelle eine persistente ID realisieren können – vorbehaltlich des Verkaufs der Domäne. D.h. der Attributwert sollte später nicht für eine andere Person wieder verwendet werden.
Beispiel eduPersonPrincipalName: hugo123@uni-musterstadt.de
Verwendungszweck Der eduPersonPrincipalName wird häufig in Anwendungen verwendet, wenn der Benutzer eindeutig und häufig über mehrere Anwendungen hinweg identifiziert werden muss und ein Pseudonym (siehe eduPersonTargetedID) hierfür nicht genügt, zum Beispiel beim schreibenden Zugriff auf Wikis, Foren oder Repositories.
OID 1.3.6.1.4.1.5923.1.1.1.6
Referenzen eduPerson-Doku

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08 Art der Zugehörigkeit zur eigenen Organisation (eduPersonAffiliation)
Beschreibung Art der Zugehörigkeit zur eigenen Organisation
aus Objektklasse eduPerson
Semantik Spezifiziert verschiedene Kategorien für die Art der Zugehörigkeit einer Person zur Heimatorganisation.
LDAP Syntax DirectoryString
Anzahl der Werte mehrere
erlaubte Werte faculty, student, staff, alum, member, affiliate, employee, library-walk-in
Bemerkungen faculty: Mitglied des Lehrkörpers
student: Studierende
staff: Mitarbeiter, die nicht zum Lehrkörper gehören
employee: faculty, staff und sonstige Angestellte
alum: Alumni, Ehemalige Angehörige
member: faculty, staff, student (strenggenommen Angehörige der Einrichtung im Sinne des jeweiligen Landeshochschulgesetzes)
affiliate: anderweitig mit der Organisation assoziierte Personen wie Gasthörer, Gastdozenten, Projektpartner, etc.
library-walk-in: Personen, die sich (physikalisch) in der Bibliothek befinden (i.d.R. handelt es sich technisch gesehen um ein Terminal)
Das Attribut bleibt leer, wenn keine Kategorie passt.
Die Belegung und Verwendung der o.g. Werte wird regional und international nicht einheitlich gehandhabt, insbesondere was 'employee' und 'staff' betrifft. Vgl. hierzu REFEDs ePSA usage comparison v0.13.
Wird eduPersonAffiliation ohne Scope verwendet (s. eduPersonScopedAffiliation), benötigt der betreffende Dienst i.d.R. ein weiteres Attribut, das die Information über die jeweilige Heimateinrichtung transportiert, z.B. o, schacHomeOrganization oder ein anderes scoped attribute wie eduPersonPrincipalName.
Beispiel eduPersonAffiliation: student
Verwendungszweck Das Attribut wird je nach Anwendung mit oder ohne Scope verwendet, Beispiele siehe eduPersonScopedAffiliation. Autorisierung auf der Ebene von Zugehörigkeiten.
OID 1.3.6.1.4.1.5923.1.1.1.1
Referenzen eduPerson-Doku

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09 Art der Zugehörigkeit plus Domain Name / Scope (eduPersonScopedAffiliation)
Beschreibung Art der Zugehörigkeit zur eigenen Organisation, ergänzt um die zugehörige Domain
aus Objektklasse eduPerson
Semantik Der Wert besteht aus einem linken und einem rechten Teil, getrennt duch '@'. Der linke Teil spezifiziert verschiedene Kategorien für die Art der Zugehörigkeit einer Person zu einer (Heimat-)Organisation oder genauer einer Organisationseinheit (s. eduPersonAffiliation), die der rechte Teil dann spezifiziert (Security Domain).
LDAP Syntax DirectoryString
Anzahl der Werte mehrere
erlaubte Werte Für den linken Teil: faculty, student, staff, alum, member, affiliate, employee, library-walk-in. Der rechte Teil spezifiziert die Domain, den sog. 'Scope', zu der die Beziehung besteht.
Bemerkungen Für die linke Seite siehe unter eduPersonAffiliation.
Das Attribut bleibt leer, wenn keine Kategorie passt.
Die rechte Seite bezeichnet die Domain, zu der die Person gehört, s.u. eduPersonPrincipalName.
Beispiel eduPersonScopedAffiliation: student@uni-musterstadt.de
Verwendungszweck Autorisierung auf der Ebene von Zugehörigkeiten.
E-Learning: Festlegung von Berechtigungen anhand des Status des Benutzers.
Bibliotheken: Wird von einigen Anbietern verwendet, um den Zugriff auf lizenzpflichtige Inhalte zu kontrollieren, bei neueren Implementierungen wird meistens eduPersonEntitlement verwendet.
OID 1.3.6.1.4.1.5923.1.1.1.9
Referenzen eduPerson-Doku

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10 Berechtigungen (eduPersonEntitlement)
Beschreibung URI (URL oder URN), der Rechte der Person an speziellen Ressourcen anzeigt
aus Objektklasse eduPerson
Semantik Berechtigung, die den Zugriff und ggf. die Art des Zugriffs auf bestimmte Ressourcen steuert.
LDAP Syntax DirectoryString
Anzahl der Werte mehrere
erlaubte Werte Nur URIs
Bemerkungen Attribut zur Spezifikation der Berechtigungen einer Person. Die Heimateinrichtung vergibt z.B. in Abhängigkeit eines Vertrages mit einem Anbieter Werte für dieses Attribut an ausgewählte Personen (Studierende oder MitarbeiterInnen oder eine Auswahl von MitarbeiterInnen), die sich darüber autorisieren. Die Berechtigungen können auch je nach Kontext im Rahmen eines Projekts oder einer Fachcommunity unabhängig von der Heimateinrichtung in einer separaten Attributquelle (Attribute Authority) gepflegt werden. Die Attributwerte und ihre Bedeutung müssen je nach Kontext auf Projekt-, Hochschul-, Föderationsebene oder auch föderationsübergreifend festgelegt oder direkt zwischen Anbietern und Teilnehmern abgesprochen werden.
Beispiel eduPersonEntitlement: urn:mace:dir:entitlement:common-lib-terms
Verwendungszweck Bibliotheken: Wichtiges Attribut für den Bibliotheksbereich, wird von vielen Anbietern verwendet, um den Zugang zu lizenzpflichtigen Inhalten zu kontrollieren. MACE hat für den Fall einer typischen Campuslizenz, wie sie von den meisten Anbietern angeboten wird, den Attributwert urn:mace:dir:entitlement:common-lib-terms definiert.
Allgemein: Das Attribut wird in vielen Anwendungen verwendet, um Benutzern spezielle Rechte (zum Beispiel Schreibzugriff oder Administrationsrechte) zuzuweisen oder den Zugriff auf Anwendungen auf ausgewählte Nutzer(gruppen) zu beschränken, sofern dies nicht über Personalisierungsmechanismen und Identifier wie z.B. eduPersonPrincipalName geschieht.
OID 1.3.6.1.4.1.5923.1.1.1.7
Referenzen eduPerson-Doku

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11 Eindeutiges Pseudonym (eduPersonTargetedID)
Beschreibung Pseudonymer Identifier für eine Person
aus Objektklasse eduPerson
Semantik Ein eindeutiges, dauerhaftes Pseudonym einer Person für einen speziellen Anbieter
LDAP Syntax DirectoryString
Anzahl der Werte mehrere
erlaubte Werte entfällt
Bemerkungen Der Anbieter erkennt unter dem Pseudonym eine bestimmte Person, ohne dass sich aus dem Attributwert die Identität dieser Person ableiten ließe. Der Wert ist ein anonymisierter, unumkehrbarer Wert (Hash), der aus der Entity ID des IdP, der Entity ID des SP und einer eindeutigen ID des Nutzers generiert wird.
In neueren IdP-Implementierungen wird dieser Wert häufig in einer Datenbank abgelegt. Man spricht hier von einer Persistent ID. Eine Persistent Id kann nicht nur als Attribut, sondern auch als Name ID, SAML2 Persistent NameID, dann im Subject der SAML Assertion übertragen werden. Siehe unter Server-Side-Storage und Persistent Identifier.
Beispiel entfällt (wird i.d.R. nicht im IdM / NutzerverzeichniMultifactor Authentication Profiles abgelegt)
Verwendungszweck Funktionalitäten wie zum Beispiel die Personalisierung einer Anwendung, für die die Anwendung den Benutzer wiedererkennen können muss, für die aber die Identität des Benutzers nicht bekannt sein muss.
OID 1.3.6.1.4.1.5923.1.1.1.10
Referenzen eduPerson-Doku
Shibboleth Wiki: Überblick Name Identifier
eduGAIN Wiki: Name Identifier Attributes

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12 Eindeutiger, global gültiger Identifier (eduPersonUniqueId)
Beschreibung Eindeutiger, global gültiger Identifier
aus Objektklasse eduPerson
Semantik Ein eindeutiger, permanenter, global gültiger (d.h. für alle Anwendungen identischer) Identifier, der nicht neu an andere Nutzer vergeben werden darf.
LDAP Syntax DirectoryString
Anzahl der Werte ein
erlaubte Werte Es handelt sich um ein Scoped Attribute (s. eduPersonPrincipalName), bei dem der linke Teil (uniqueID) aus einem eindeutigen, max. 64 Zeichen langen, alphanumerischen String (nur [a-z],[A-Z],[0-9]) besteht, während der rechte, durch '@' abgetrennte Teil (Scope) den Domain Namen der betreffenden Einrichtung repräsentiert.
Bemerkungen Üblicherweise handelt es sich um einen pseudonymen Identifier, bei dem die Rückführung auf die Identität des Nutzers jedoch einfacher möglich ist, als bei einer targeted ID, da der Wert des Attributs über alle Anwendungen hinweg unverändert bleibt.
Beispiel 28c5353b8bb34984a8bd4169ba94c606@uni-musterstadt.de (wird i.d.R. aber nicht als ganzes im IdM / Nutzerverzeichnis abgelegt, sondern mittels Hash(+SALT) aus bestehenden Attributen berechnet!)
Verwendungszweck Personalisierte Nutzung einer Gruppe von Anwendungen z.B. im Kontext eines Projekts oder einer Forschungsinfrastruktur, ggf. mit Zugriff auf spezifische Attributquellen. Siehe hierzu auch unter Attribute > E-Research / Forschungsinfrastrukturen
OID 1.3.6.1.4.1.5923.1.1.1.13
Referenzen eduPerson-Doku
Shibboleth Wiki: Überblick Name Identifier
eduGAIN Wiki: Name Identifier Attributes

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13 ORCID ID(s) (eduPersonOrcid)
Beschreibung Eindeutige Identifier, die primär dazu dienen, eine Person mit ihren wissenschaftlichen Publikationen in Beziehung zu setzen
aus Objektklasse eduPerson
Semantik Eindeutige, permanente, global gültige (d.h. für alle Anwendungen identische) Identifier, die nicht neu an andere Nutzer vergeben werden dürfen. ORCID IDs können von Wissenschaftler*innen über das ORCID Portal beantragt und verwaltet werden. Der primäre Verwendungszweck ist zu Zuordnung von Identitäten zu deren wissenschaftlichen Publikationen bzw. Forschungsergebnissen.
LDAP Syntax DirectoryString
Anzahl der Werte mehrere
erlaubte Werte Liste von URLs, deren ID-Komponenten immer aus 16 Ziffern bestehen (International Standard Name Identifier), siehe Beispiel
Bemerkungen Um im Rahmen von AAI genutzt werden zu können, müssen ORCID IDs ins Nutzerverzeichnis der jeweiligen Heimateinrichtung eingetragen werden.
Beispiel http://orcid.org/0000-0002-1825-0097
Verwendungszweck Neben der Zuordnung zu wissenschaftlichen Publikationen können ORCID IDs auch für Zwecke des Account-Mapping verwendet werden, z.B. bei Föderations- und/oder Infrastruktur-übergreifenden Szenarien, in denen auf unterschiedliche Attributquellen zugegriffen wird.
OID 1.3.6.1.4.1.5923.1.1.1.16
Referenzen eduPerson-Doku
Shibboleth Wiki: Überblick Name Identifier
ORCID

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14 Level of Assurance (LoA) / Verlässlichkeitsklasse (eduPersonAssurance)
Beschreibung Angaben zur Verlässlichkeit einer Identität und ggf. zum aktuellen Login-Vorgang
aus Objektklasse eduPerson
Semantik Angaben zur Qualität der Prozesse zur Pflege von Identitäten im IdM, der Attribut- und Identifier-Vergabe, zum aktuellen Authentifizierungsvorgang sowie anderer sicherheitsrelevanter Aspekte
LDAP Syntax DirectoryString
Anzahl der Werte mehrere
erlaubte Werte Liste von URIs, die das jeweilige LoA-Kriterium eindeutig bezeichnen, siehe Beispiel
Bemerkungen IdP- und SP-Betreiber müssen sich auf ein gemeinsames, kontrolliertes Vokabular einigen. Als Basis bietet sich hierfür das REFEDS Assurance Framework an, das mehrere LoA-relevante Aspekte abdeckt, siehe unter Referenzen.
Bedeutung der URIs im folgenden Beispiel:
https://refeds.org/assurance/ID/eppn-unique-no-reassign : eduPersonPrincipalName wird auch nach dem Ausscheiden aus der Heimateinrichtung nicht neu vergeben
https://refeds.org/assurance/ATP/ePA-1m : nach Statuswechsel (z.B. Exmatrikulation) werden die Werte von eduPerson(Scoped)Affiliation innerhalb höchstens eines Monats aktualisiert/gelöscht
Beispiel https://refeds.org/assurance/ID/no-eppn-reassign; https://refeds.org/assurance/ATP/ePA-1m
Verwendungszweck Anhand der übertragenen Attributwerte können SPs Autorisierungsentscheidungen treffen.
OID 1.3.6.1.4.1.5923.1.1.1.11
Referenzen eduPerson-Doku
REFEDS Assurance Framework
  • Zuletzt geändert: vor 4 Monaten