edu-ID - Use Cases und daraus abgeleitete Anforderungen

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Leitfragen

  1. In welchen Anwendungsfällen (Use Cases) würde ein edu-ID System existierende Prozesse oder Infrastrukturmaßnahmen erleichtern oder gar überflüssig machen?
  2. Welche Szenarien wären mit einer edu-ID erst sinnvoll umsetzbar/möglich?
  3. In welchen Fällen würde ein edu-ID System zu einer (Qualitäts-)Verbesserung bestehender Verhältnisse beitragen?
  4. Was müsste ein edu-ID System in solchen Fällen leisten?
  5. Alles Humbug?

Bewertet als MUST (Use Cases niederer Priorität finden sich auf einer separaten Seite)


Weitergehende Betrachtung der Use Cases hinsichtlich der folgenden Fragen:
(DQ = Datenqualität, LoA = Level of Assurance)

  • Interoperabilität der (edu-)IDs / Länderübergreifende Mobilität
    • Betrachten hinsichtlich Notwendig? Denkbar? Falls ja, wie?
  • Notwendigkeit von verschiedenen Levels of Assurance (LoA) (nicht nur DQ sondern auch Alter / Aktualität des Datums)
    • Unter der Annahme eines Benutzer- und eines Affiliationskontexts: Gibt es eine Notwendigkeit, einen Anwendungsfall, … für eine niedrigere Verlässlichkeit?
    • Mögliche Alternative: Kerndatensatzkontext (sauber verifiziert über eIDAS / nPA / eID), Affiliationkontext, Benutzerkontext
  • Mandatory / Optional Attributes
    • Ergeben sich aus den Attributanforderungen der jeweiligen Use-Cases
    • Für Use Cases evaluieren, ob DQ (LoA und Alter) eine erneute Überprüfung / Validierung obsolet machen

Neben allen weiteren Use-Case-Kategorien ist der Student Lifecycle von der Bewerbung auf einen Studienplatz bis zum Studienabschluss und darüber hinaus das zentrale Bindeglied für fast alle Einsatzmöglichkeiten einer einrichtungsunabhängigen edu-ID. Chronologisch sind dies:

UC 1.1 Studienplatzbewerbung

Beschreibung Die Bewerbung an einer Hochschule kann auf verschiedenen Wegen erfolgen:
• Bewerbung über DOSV (https://sv.hochschulstart.de/index.php?id=8)
• Bewerbung über Uni-Assist (https://www.uni-assist.de/)
• Bewerbung direkt an der Hochschule
• Bewerbung mit Zulassungstest (Portfolio, Zulassungstest)
Als Studierender sind bei jedem Verfahren alle Daten neu einzugeben. Gleiches gilt beim Wechsel der Hochschule inkl. der Anerkennung von bereits erbrachten Leistungen. Eine einrichtungsunabhängige edu-ID vereinfacht diese Verfahren. Studierende können basierend auf der edu-ID ein wiederverwendbares Profil für alle Bewerbungen (auch über mehrere Jahre) erstellen.
Interop. internat. Denkbar, z.B. bei länderübergreifenden Studiengängen (bei Bewerbung? oder erst bei Immatrikulation?)
LoA Verpflichtend verlässliche Datenqualität (DQ) - falls keine hohe DQ erreichbar, muss Onboarding über nicht-edu-ID Verfahren durchgeführt werden - Mindestanforderung an Validierung ist Klasse Substantiell aus [EU-VO 910/2014](https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=CELEX:32014R0910)
Attribute Titel?, Namensvor- und -zusätze, Name, Vorname, Geb-Datum, Geb-Ort, Geb-Land?, Geb-Name?, Geschlecht?, Nationalitäten, Postanschrift, Meldeanschrift, private E-Mail-Adresse, private Tel-Nummer, bevorzugte Sprache? (de/en)
Bemerkungen TODO: Nachfragen bei Bundesdruckerei: Weitere Staatsangehörigkeiten; Geb-Land


UC 1.2 Immatrikulation

Beschreibung Immatrikuliert eine Hochschule eine*n Student*in, muss eine Benachrichtigung aller anderen Hochschulen über die Zusage des Studierenden zu einem der Studienfächer erfolgen. Die anderen Hochschulen müssen dann die entsprechenden Personendaten löschen, ebenso alle Daten anderer nicht zugelassener Studierender. Im Falle von Kooperationsstudiengängen zwischen Hochschulen muss eine Übernahme der Daten (Beispiel Stuttgart) erfolgen.
Beim Wechsel der Hochschule müssen für den Nachweis von erbrachten Studienleistungen die Leistungen durch erbringende Einrichtungen validiert werden.
Eine einrichtungsunabhängige edu-ID erleichtert hier die Zuordnung der Daten zu der betroffenen Person und minimiert das Risiko der Existenz von „Karteileichen“ in den Systemen der Hochschulen.
Interop. internat. wie UC 1.1
LoA wie UC 1.1
Attribute Weitere Attribute zu UC 1.1: weitere Staatsangehörigkeit(en)
Bemerkungen • Aktualität der Daten ist notwendig, vor Immatrikulation sollten Daten verifiziert werden
- Wer hat die Datenhoheit? Einrichtung oder edu-ID System?
- Notwendigkeit hauptsächlich auf Seiten der Hochschule
• Was triggert die Aktualisierung?
• Attribute Push von Einrichtung in edu-ID System in Einrichtungsdatenkontext, anschließend per Nutzerinteraktion mglw Übernahme der Daten in User-Kontext
• Falls noch keine edu-ID existiert, wird erst die Immatrikulation vorgenommen und anschließend mit der nachträglich erzeugten edu-ID verknüpft
- Zunächst nur Vorhandensein des lokalen Kontos, spätere „Aufwertung“ zu / Verknüpfung mit einem edu-ID Konto (nicht nur Immatrikulation, Onboarding allgemein)


UC 1.3 Abschlussarbeit / Staatsexamen

Beschreibung Wie bei allen anderen Prüfungen während des Studiums ermöglicht eine einrichtungsunabhängige edu-ID ein dauerhaftes und eindeutiges Zuordnen von Prüfungsleistungen zu einer Person, welche auch nach dem Ende des Studiums erhalten bleibt.
Interop. internat.
LoA Notwendigkeit aktueller Daten sowohl von Hochschul- als auch von Studierendenseite
Attribute Name, Vorname, Geb-Datum, Geschlecht, ESI??
Bemerkungen Kontexte hier wahrscheinlich bereits größtenteils etabliert. Gibt es hier andere Anforderungen als an die Immatrikulation? (UC 1.2)


UC 1.4 Referendariat

Beschreibung Das Referendariat erfolgt nach dem offiziellen Studienabschluss, womit die Referendar*Innen zu diesem Zeitpunkt nicht mehr Angehörige der Hochschule sind. Mit einer einrichtungsunabhängige edu-ID kann ihnen weiterhin Zugriff auf bestimmte Ressourcen der Hochschule auch nach der Exmatrikulation gewährt werden. Zu klären wären hier bei den Fragen zum Betrieb die erste Frage zum Datenschutz.
Interop. internat. Vermutlich nicht, weil nur innerhalb Deutschlands
LoA keine besonderen Anforderungen, Person ist schon an der HS bekannt
Attribute falls edu-ID nicht im lokalen IdM gespeichert: (ehemalige) Matrikelnummer (o.ä.) als Identifier an der HS
Bemerkungen


UC 1.5 (Bewerbung) Promotion

Beschreibung Vergleichbar zur Bewerbung auf ein Studium kann bei der Bewerbung zur Promotion eine einrichtungsunabhängige edu-ID die Verwaltungsvorgänge vereinfachen, auch wenn die Promotion an einer anderen Hochschule erfolgen soll als das vorhergehende Studium.
Wie bei allen anderen Prüfungen während des Studiums ermöglicht eine einrichtungsunabhängige edu-ID ein dauerhaftes und eindeutiges Zuordnen von Prüfungsleistungen zu einer Person, welche auch nach dem Ende des Studiums erhalten bleibt. Publikationen während der Promotion können durch Verknüpfung der edu-ID mit anderen Identifiern wie ORCID besser zitierbar und leichter auffindbar gemacht werden.
Interop. internat. Ja, bei Promotionen im Ausland oder bei Ausländern, die hier promovieren.
LoA wie UC 1.1 (Studienplatzbewerbung)
Attribute wie UC 1.1 (Studienplatzbewerbung)
Bemerkungen


UC 1.6 Hochschul-Externe

Gasthörende, Weiterbildung, Studieren im Alter etc. (siehe auch Lehre Use Case: Hochschulübergreifende Weiterbildungsveranstaltungen)

Beschreibung Im Rahmen des lebenslangen Lernens oder Studierens im Alter kann eine einrichtungsunabhängige edu-ID dazu genutzt werden, den Zugang zu entsprechenden Kursen für Gasthörer zu vereinfachen und auch diesen Personen Zugriff auf Lernmanagementsysteme und andere Ressourcen einer Hochschule zu gewähren.
Interop. internat.
LoA wie UC 1.1 (Studienplatzbewerbung), im Einzelfall ggf. weniger
Attribute wie UC 1.1 (Studienplatzbewerbung), im Einzelfall ggf. weniger
Bemerkungen


UC 2.1 Nutzung von Lernmanagementsystemen

Beschreibung Sollen befristete Universitätsangehörige wie Lehrbeauftragte für den Zugriff auf Campus- und Lernmanagementsysteme berechtigt werden, sind immer die Laufzeitbefristungen der entsprechenden Verträge zu beachten und technisch im System abzubilden. Müssen im Nachgang z.B. zu einem Lehrauftrag noch Benotungen in den Systemen eingetragen werden, ist teilweise sogar Zugriff über die eigentliche Vertragslaufzeit hinaus zu gewähren. Eine einrichtungsunabhängige edu-ID befreit die Universität von der Notwendigkeit, einen lokalen Account für eine Person vorzuhalten, obwohl kein Vertragsverhältnis mehr besteht. Ebenso hilft sie, wenn ein Lehrauftrag z.B. über längere Zeit pausiert und dann wieder aufgenommen wird.
Interop. internat. n/a
LoA Keine weiteren Anforderungen wg. Fortführung von bestehenden Accounts
Attribute Keine weiteren Anforderungen wg. Fortführung von bestehenden Accounts
Bemerkungen


UC 2.2 Temporäre Konten für Mitarbeiter*Innen anderer Institutionen

Beschreibung Sollen Gastwissenschaftler*Innen oder andere Angehörige fremder wissenschaftlicher Einrichtungen Zugriff auf die Services der Hochschule erhalten, ist u.U. ein zeitlich befristetes lokales Konto notwendig. Eine einrichtungsunabhängige edu-ID ermöglicht die Nutzung eines Self-Service-Portals für diesen Vorgang und befreit die gastgebende Hochschule von dem Aufwand, ein solches temporäres Konto manuell anzulegen.
Damit können Lehrende Ressourcen in Lernmanagementsystemen und anderen Systemen meist eigenständig verwalten. Diese System erlauben i.d.R. auch, dass die Lehrenden ihre Materialien anderen Nutzer*Innen im jeweiligen System freigeben können. Eine einrichtungsunabhängige edu-ID schafft die Voraussetzung, diese Systemgrenze zu überwinden und gibt Lehrenden die Möglichkeit, Ressourcen auch für Gäste der Hochschule selbständig freizugeben.
Interop. internat. Ja
LoA können so hoch sein wie bei UC 1.1
Attribute wie UC 1.1
Bemerkungen


UC 2.3 Nutzung von eduroam für weitere Dienste

FIXME genau spezifzieren!

Beschreibung Der Dienst eduroam ist im universitären Umfeld weit verbreitet und bietet allen Universitätsangehörigen die Möglichkeit, auch an anderen Einrichtungen das jeweilige lokale WLAN zu nutzen, ohne sich dort gesondert registrieren zu müssen. Eine Verknüpfung von eduroam mit einer einrichtungsunabhängigen edu-ID öffnet diesen Dienst für die unkomplizierte Nutzung weiterer lokaler Dienste die Druckservices, Cloud-Storages u.v.m., wofür via einer edu-ID auch Bezahlverfahren - wo notwendig - angebunden werden können.
Interop. internat.
LoA
Attribute
Bemerkungen


UC 2.4 Hochschulübergreifende Weiterbildungsveranstaltungen

Beschreibung Im Rahmen von Weiterbildungsveranstaltungen sowohl lokal als auch hochschulübergreifend werden Teilnahmebestätigungen und didaktische Zertifikate etc. ausgestellt. Dies erfordert eine gesonderte Verwaltung der jeweiligen Teilnehmer*Innen. Eine einrichtungsunabhängige edu-ID erleichtert hier die Verwaltung und Ausstellung der Bescheinigung sowie deren Übermittlung in andere Systeme.
Interop. internat. Ja
LoA können so hoch sein wie bei UC 1.1
Attribute wie UC 1.1
Bemerkungen


UC 2.5 Lehrerbildung

Beschreibung • Curriculum - Praktikum - Referendariat (i.d.R. kein Mitglied der Hochschule)
• Seiteneinsteiger*innen
• Fach-/Ausbildungs-spezifische Dienste
• Identitäten wandern(?) von Uni zum Ministerium → Nutzung eduroam?
• edu-ID erleichtert Belegung von Kursen, Leistungsnachweise, Zugang zu universitären Ressourcen (OLAT u.a.m.)
Interop. internat. Nein
LoA können so hoch sein wie bei UC 1.1
Attribute wie UC 1.1
Bemerkungen


UC 3.1 Zugang zu Publikationsservern

Beschreibung Wissenschaftler*Innen nutzen Publikationsserver sowohl für die Veröffentlichung eigener Arbeiten als auch für den Zugriff auf die Arbeiten anderer Wissenschaftler*Innen. Sie sind somit ein wichtiges Instrument in der wissenschaftlichen Kommunikation. Hauptsächlich werden die Publikationsserver der jeweiligen Heimateinrichtung genutzt, oftmals betrieben von der jeweiligen Bibliothek, es existieren jedoch auch übergreifende Publikationsserver z.B. im Rahmen der Fachinformationsdienste. Vor allem für den Zugang zum Deposit von Arbeiten ist eine Authentifizierung vonnöten, u.U. jedoch auch für den Download, sofern es sich um geschützte Dokumente handelt. Eine einrichtungsunabhängige edu-ID hilft hier, qualifizierte Zugriffsrechte über die gesamte wissenschaftliche Karriere sicherzustellen, als auch beim Wechsel der Heimateinrichtung oder Wechsel in die industrielle bzw. privatwirtschaftliche Forschung.
Interop. internat. Wünschenswert, erreichbar durch Verknüpfung / interoperabilität nationaler edu-IDs
LoA • Publizierende müssen eindeutig identifizierbar sein. Über welches Attribut dies geschieht, ist relativ gleich, dieses benötigt aber einen hohen LoA
• Zur Erhöhung der Akzeptanz ist die Übernahme weiterer Attribute wie Name etc. (nach Consent) wünschenswert - diese benötigen jedoch nur einen niedrigen LoA
• Übernahme weiterer IDs wie ORCID ider GND-ID optional, niedriger LoA
• Daten sind beständig - eine erneute Verifizierung ist nicht notwendig
Attribute Mandatory: Name, Titel, Affiliation/Institution
Optional: ORCID, GND-ID, Kontaktdaten (E-Mail etc.)
Bemerkungen


UC 3.2 Forschungsdatenmanagement und Verknüpfung von Identitäten und Publikationen

Beschreibung Im Rahmen des Wissenschaftsprozesses fallen Forschungsdaten verschiedenster Art an, welche auch in Hinblick auf die Verifizierbarkeit der Forschungsarbeit im Rahmen des Forschungsdatenmanagements zunehmend zentral gespeichert werden. Zum einen hilft dies, Archivierungsfristen einzuhalten, zum anderen ermöglicht die zentrale Speicherung die Konfiguration einrichtungsübergreifender Zuordnungen von Personen sowie deren Zugriffsrechte, sowohl in Hinblick auf die Kollaboration von Forscher*Innen aus verschiedenen Einrichtungen als auch im Falle des Wechsel von Personen zwischen Einrichtungen. Eine einrichtungsunabhängige edu-ID hilft hier, die Persistenz der Zugriffsrechte und der Zuordnung zu Personen zu wahren.
Interop. internat. wie UC 3.1
LoA wie UC 3.1
Attribute wie UC 3.1
Bemerkungen


UC 3.3 Verbindung zu anderen Identifikatoren / IDs

Beschreibung Da das Problem der eindeutigen Zuordnung von Personen schon länger besteht, haben sich hier in verschiedenen Anwendungsbereichen Identifikatoren-Lösungen gebildet. Ein Beispiel hier ist die ORCID, mit der Autor*Innen von wissenschaftlichen Publikationen eindeutig zuordenbar sind oder auch verschiedenen Lösungen im OpenID-Umfeld. Eine einrichtungsunabhängige edu-ID hilft hier Wissenschaftler*innen, mittels eines qualifizierten Container-Formats ihre verschiedenen IDs zusammenzuführen und einheitlich nachzunutzen.
Interop. internat. Grundsätzlich wichtig, erreichbar durch die Nutzung von APIs der jeweiligen ID-Provider
LoA Gegenseitiges LoA der IDs muss hoch sein, um die Übernahme fremder Identitäten zu verhindern
Beständigkeit der Daten hängt vom verknüpften Identifikator ab - manche sind permanent (ORCID), andere ggf. nur temporär. Jedoch fraglich, ob eine Verifikation sinnvoll und auch möglich ist
Attribute zu verknüpfende ID, die edu-ID
Bemerkungen


UC 3.4 Kollaborative Dokumenterstellung

Beschreibung Wissenschaftler*Innen erstellen über Einrichtungsgrenzen hinweg Förderanträge, Förderdokumentationen, Dokumente in kooperativen Forschungsprojekten u.v.m. Unabhängig von der dabei genutzten Software muss auf Zugriffsrechte und Nachvollziehbarkeit von Änderungen geachtet werden, auch in Hinblick auf ein späteres Forschungsdatenmanagement. Eine einrichtungsunabhängige edu-ID hilft hier, einrichtungsübergreifende Zugriffe einzurichten und die Persistenz zu gewährleisten.
Interop. internat. Grundsätzlich wichtig, um einrichtungsübergreifende Zusammenarbeit (auch international) zu ermöglichen. Erreichbar durch Implementierung der edu-ID(s) auf Clientseite (also z.B. dem Online-Texteditor)
LoA edu-ID: hoch, alle anderen Attribute gering, wiederholte Verifikation nicht notwendig
Attribute Mandatory: edu-ID, Optional: Name, Title, Affiliation/Institution, ORCID, Kontakdaten (E-Mail)
Bemerkungen


UC 3.5 Researcher Mobility

Beschreibung Gastwissenschaftler*Innen möchten die Dienste ihrer Gasteinrichtung ebenso nutzen können wie die Dienste ihrer Heimateinrichtung, im optimalen Falle mit der selben Kennung. Eine einrichtungsunabhängige edu-ID hilft hier der Gasteinrichtung, einen entsprechenden Zugang einzurichten bzw. Berechtigungen zu setzen. Der / dem Wissenschaftler*In hilft es, indem nicht mit verschiedenen Logins gearbeitet werden muss. Der Einsatz einer edu-ID ersetzt nicht die Konfiguration der Autorisierung der jeweiligen Systeme, dies muss weiterhin in den Einrichtungen lokal geschehen.
Interop. internat. Grundsätzlich wichtig, um hohe Mobilität zwischen Einrichungen / Systemen zu erreichen. Möglichkeiten der Implementierung grundsätzlich abhängig von den verwendeten Systemen. Nutzung von SAML vorsehen.
LoA Hoch, wenn hier einem Gastwissenschaftler über die edu-ID Zugriff auf Dienste einer Einrichtung gewährt werden soll. Die gastgebende Einrichtung hat Interesse an aktuellen Daten. Daher ist das Alter der Attribute wichtig.
Attribute Mandatory / Optionale Attribute: abhängig vom Umfang des Zugriffs auf die Systeme der gastgebenden Einrichtung. Sicher Name, Kontaktdaten (inkl. Anschrift), Title, ggf. Geb-Datum, Affiliation
Bemerkungen


UC 3.6 Zugriff auf Nationallizenzen

Beschreibung Für den Zugriff auf Nationallizenzen in Deutschland sind alle wissenschaftlich tätigen Personen mit Wohnsitz in Deutschland berechtigt. Angehörige berechtigter wissenschaftlicher Einrichtungen sind automatisch durch ihre Institutionszugehörigkeit berechtigt. Eine einrichtungsunabhängige edu-ID mit entsprechend verifizierten bzw. verifizierbaren Attributen erleichtert hier die Erteilung von Zugriffsrechten. U.U. muss eine Aggregation von entitlements aus verschiedenen Attribut-Quellen auf Basis der edu-ID erfolgen.
Interop. internat. nur national, kaum international
LoA Wichtig alleine der Wohnsitz in Deutschland, dieser jedoch mit hoher LoA, wiederholte Verifikation des Wohnsitz notwendig (jährlich)
Attribute Wohnsitz bzw. Information darüber, dass ein Wohnsitz in Deutschland vorhanden ist.
Bemerkungen


UC 3.7 Services von nationalen Bibliotheken / Informationseinrichtungen

Beschreibung National agierende Bibliotheken und Informationseinrichtungen wie die Deutsche Nationalbibliothek, Staatsbibliothek zu Berlin, TIB Hannover, ZBW Kiel, Bayrische Staatsbibliothek u.v.m. bieten verschiedenste digitale Services an, für die auch eine Authentifizierung und Autorisierung erforderlich ist. Viele dieser Einrichtungen sind jedoch nicht oder nur lose mit einer Universität oder einer anderen übergeordneten wissenschaftlichen Institution verbunden und bieten die Services daher offen für Wissenschaftler*Innen an. Eine einrichtungsunabhängige edu-ID ermöglicht hier erst ein SSO und erleichtert die nahtlose Integration dieser Services in die Arbeitsumgebung der Wissenschaftler*Innen.
Interop. internat. Wünschenswert. Erreichbar durch Implementierung von SAML in den jeweiligen AAIs
LoA Hoch bzgl. der Zugehörigkeit zu einer Einrichtung. Ist die Zugehörigkeit zu einer Einrichtung Autorisierungsattribut → jährliche Wiederholung der Verifikation notwendig
Attribute Mandatory: Affiliation, edu-ID, Optional: Name, Kontaktdaten (E-Mail)
Bemerkungen


UC 3.8 Zugriff auf zentrale Ressourcen

Beschreibung Verschiedene einrichtungsunabhängige und zentrale Ressourcen in der Wissenschaftslandschaft wie Clouddienste, Rechenkapazitäten oder Fachinformationsdienste erfordern nicht nur eine Authentifizierung, sondern auch eine Autorisierung anhand bestimmter Kriterien, z.B. Zugehörigkeit zu einer Fachcommunity. Die Betreiber dieser zentralen Dienste prüfen diese Kriterien und entscheiden über die Zugriffsrechte. Eine einrichtungsunabhängige edu-ID hilft hier, die Entscheidungskriterien und den zugehörigen Prozess zu dokumentieren und erleichtert den Betreiber weitestgehend automatisierte Workflows. Der Zugriff für Wissenschaftler*Innen bleibt mit einer edu-ID erhalten, auch wenn sie die Einrichtung wechseln. Somit müssen die genannten Prozesse nicht immer wieder erneut durchlaufen werden.
Interop. internat. International (v.a. europäisch) sehr wünschenswert. Erreichbar durch Implementierung von SAML
LoA Bbhängig von der zentralen Ressource. Hoch, wenn z.B. Dienste abgerechnet werden müssen. Aktuelle Attribute erforderliche, keine wiederholte Verifikation.
Attribute Mandatory / Optionale Attribute abhängig von der zentralen Ressource. Notwendig sicher Affiliation/Einrichtung, ggf. Name, Kontaktdaten
Bemerkungen


UC 3.9 Management virtueller Organisationen

Beschreibung Im Rahmen von Forschungskooperationen arbeiten Gruppen von Wissenschaftler*Innen in projektabhängigen und einrichtungsübergreifende Gruppen zusammen. Dabei sollen auch bestimmte Ressourcen (Dokumente, Services u.a.) gemeinsam genutzt werden. Unter Umständen sind dabei nicht alle beteiligten gleichberechtigt, sondern sollen mit unterschiedlichen Zugriffsrechten auf Ressourcen ausgestattet werden. Eine einrichtungsübergreifende edu-ID hilft hier bei der Erstellung solcher virtuellen Organisationen (VO) über Einrichtungsgrenzen hinweg und vereinfacht das zugehörige Berechtigungsmanagement auch in Hinblick auf die Einbindung VO-externe Dienste z.B. aus dem Bereich Forschungsdatenmanagement oder Fachinformationsdienste.
Interop. internat. Wichtig, um bestmögliche Kooperationen zu ermöglichen.
LoA Hoch, um nur berechtigten Personen Zutritt zur VO zu gewähren. Wiederholte Verifikation wahrscheinlich nicht notwendig.
Attribute FIXME
Bemerkungen


UC 3.10 Homeless Nutzer*innen

Beschreibung In einigen Anwendungsfällen sollen auch Zugriffsrechte für Personen gewährt werden, welche als Privatperson agieren und keiner Heimateinrichtung angehören. Beispiel sind auch hier die Nationallizenzen, bei welchen ausdrücklich auch Zugriff für private Einzelnutzer*Innen (welche sich gesondert registrieren müssen) besteht oder auch Stadtnutzer*Innen bei Universitätsbibliothek, welche gleichzeitig Aufgabem als Stadt- und / oder Staatsbibliothek erfüllen (Beispiel aus der Schweiz wäre hier die swissbib mit PURA). Eine einrichtungsunabhängige edu-ID hilft hier, Mehrfachregistrierungen zu vermeiden, schafft für Einzelnutzer ein echtes Single-Sign-On und kann für Anbieter die Registrierungsprozesse stark vereinfachen. Da dieser Use-Case allerdings ein wenig aus dem wissenschaftlichen Kontext der anderen Use-Cases herausfällt, sollte dieser ggf. noch gesondert juristisch betrachtet werden.
Interop. internat. Nicht notwendig
LoA Niedrig. Wiederholte Verifikation notwendig, um Aktualität der Daten zu erhalten und Karteileichen zu verhindern.
Attribute Wahrscheinlich nur Entitlements (?)
Bemerkungen


UC 4.1 Mitgliedschaften in universitären Gremien

Beschreibung Gremien wie Universitätsrat / Hochschulkuratorium, Akkreditierungsgremien etc. haben externe Mitglieder, welche nicht Angehörige der jeweiligen Universität sind. Dennoch müssen diese externen Mitglieder verwaltungstechnisch von der Universität behandelt werden. Ebenso verhält es sich bei Promotionsgutachter*Innen und externen Lehrbeauftragten. Auch hochschulübergreifende Gremien bestehend nur aus externen Mitgliedern sind denkbar (für die wiederum gemeinsame Services im Sinne einer virtuellen Organisation betrieben werden können). Eine einrichtungsunabhängige edu-ID vereinfacht die Verwaltungsvorgänge, indem die Grunddaten zu den Personen nicht immer neu erfasst werden müssen. Im optimalen Fall funktioniert dies perspektivisch sogar auf europäischer Ebene.
Interop. internat. Eher unwichtig
LoA • Person aus eigener Einrichtung: LoA sicher gestellt durch die Einrichtung selbst
• Personen einer Fremdeinrichtung / Föderation: LoA sicher gestellt durch die Heimateinrichtung
• Personen ohne Heimateinrichtung (z.B. Abgeordnete): LoA muss hoch sein und sicher gestellt werden im edu-ID System (nPA, eID, eIDAS, …)
Attribute Mandatory / Optional Attributes: Namen- und Kontakt-Attribute (E-Mail, Post, Telefon, …); Personen haben Eigeninteresse an Aktualität der Daten ⇒ nicht kritisch
Bemerkungen


UC 4.2 Personalgewinnung

Beschreibung Im gesamten Workflow der Personalgewinnung von der Bewerbung über ein Bewerberportal bis hin zum Onboarding neuer Mitarbeiter*Innen kann eine einrichtungsunabhängige edu-ID Prozesse an verschiedenen Stellen unterstützen; im Bewerbungsportal können Bewerbungen über die Authentifizierung via edu-ID durch die Bewerber*Innen autorisiert werden, was die Angriffsvektoren auf das Portal verringert. Besitzt ein*E neue*R Mitarbeiter*In bereits eine edu-ID, kann diese beim Onboarding verwendet werden. (Ist diese jedoch nicht vorhanden und muss erstmal durch die Einrichtung vergeben werden, führt dies auf der anderen Seite zu Mehraufwänden, ebenso wie die Migration der bestehenden Prozesse aufwändig sein kann. Dabei muss immer die Möglichkeit berücksichtigt werden, dass eine Person sich einer persönlichen edu-ID verweigert und deswegen nicht benachteiligt werden darf.) Ist der/die neue Mitarbeiter*In der Universität z.B. schon als Studierende*R bekannt, vereinfacht die edu-ID die Accountmigration bzw. das Accountmatching zwischen Studierenden- und Mitarbeiterdaten.
Interop. internat. • Denkbar bei Personen, die aus dem Ausland kommen. Dann wäre Zugriff auf die ausländischen Edu-IDs und dort gespeicherten Attribute nötig. Gilt umgekehrt auch für Personen mit deutscher edu-ID, die ins Ausland gehen
• Sinnvoll / hilfreich wäre dann auch, Änderungen an den Stammdaten, die hier durchgeführt werden, an das ausländische System weitergeben zu können.
LoA Da es um Onboarding an der Einrichtung geht, muß das LoA hoch sein. ⇒ Keine Notwendigkeit für ein niedriges LoA.
Attribute andere IDs wie ORCID u.ä. (FIXME keine Adressdaten?)
Bemerkungen


UC 4.3 Bewerbungen auf Studiengänge

Beschreibung Existiert eine einrichtungsunabhängige edu-ID bereits vor dem Eintritt in das Studium, kann diese sowohl bei der Bewerbung für Bachelor- und später auch Masterstudiengänge sowie bei ggf. anschließender Immatrikulation genutzt werden und vereinfacht somit die Arbeitsvorgänge.
Interop. internat. wie UC 4.2
LoA wie UC 4.2
Attribute Weitere IDs könnten z.B. die europäische Studierenden-ID sein.
Bemerkungen


UC 4.4 Unterstützung der Dublettenerkennung

Beschreibung Jeder natürlichen Person soll nur eine edu-Id zugeordnet sein. Damit kann die edu-ID einen entscheidenden Beitrag leisten, Rechte sachgerecht zu vergeben, z.B. bei der Erstellung von Wahlverzeichnissen.
Interop. internat. Ist in diesem Use-Case nicht anwendbar.
LoA n/a
Attribute n/a
Bemerkungen


Allgemein werden folgende Verbesserungen durch die Einführung einer einrichtungsunabhängigen edu-ID erwartet:

  • Der Datenaustausch zwischen verschiedenen Einrichtungen wird vereinheitlicht und somit erleichtert. So wird es z.B. leichter, den aktiven Status von Lernenden abzufragen.
  • Die Datenqualität wird durch sichere Dubletten-Erkennung verbessert (T02)
  • Es entsteht eine Trustchain für Identität, welche auf vielen Quellen und nicht nur den Angaben aus einer Einrichtung basiert


(T = technische Anforderungen, O = organisatorische Anforderungen, J = juristische Anforderungen)

Hinweis: es kommt zu Doppelungen von Anforderungen, da sich die Use Cases der einzelnen Bereiche z.T. ähneln bzw. zur selben Anforderung führen. Um dies transparent zu machen wurden solche Doppelungen nicht entfernt.

Aus dem beschriebenen übergreifenden Use Case zum Student Lifecycle ergeben sich folgende Anforderungen an eine edu-ID:

  • Es muss die Möglichkeit bestehen, sich bereits vor bzw. unabhängig von einer Studienaufnahme eine edu-ID zu generieren. (O01)
  • Nutzer*Innen müssen feingranular steuern können, welche Systeme welche personenbezogenen Daten, die im Zusammenhang mit der edu-ID gespeichert sind, erhalten (Consent-Modell) (T10)
  • Nutzen verschiedene Einrichtungen Attribute aus der selben edu-ID, muss Vertrauen zwischen den Einrichtung etabliert werden, z.B. durch
    • Kennzeichnung der Attribute, mit welchen Verfahren diese bzw. die zugehörige Person jeweils verifiziert wurde. Auf nicht technischer Ebene können sich hier die Einrichtungen auch auf definierte Arten der Identifikationsprüfung verständigen. Die Attribute können so bestimmten Verlässlichkeitsklassen zugeordnet werden. Ggf. können hier auch Synergien mit der PKI genutzt werden (Verifizierung einzelner Attribute durch TS). (T03, T04, T05)
  • Benötigt werden einheitliche Kriterien für die Zuordnung zu einheitlichen Benutzergruppen (Statusgruppen können abweichen) oder Festlegungen, wer in welchen Anwendungsfällen solche Zuordnungen durchführen darf (O02)
  • Die Kommunikation zur Übergabe von Informationen zwischen Organisationen beim Wechsel muss immer durch den/die Benutzer*Innen angestoßen werden (T10)
  • Verlässlichkeitsklassen / Levels of Assurance werden benötigt, wobei es den Service Providern überlassen bleibt, welche Attribute und welche Qualität benötigt wird (T05, T09)
  • Eine Attributaggregation muss möglich sein, damit lokale SPs entscheiden können, wer auf lokale und/oder fachbezogene Dienste zugreifen kann. Welche Attribute wo gespeichert werden, ist hierbei Frage des Betriebskonzepts (T13)
  • Typische IdM-Probleme (Deprovisionierung, Reprovisionierung, Duplikaterkennung u.a.) müssen auch für die edu-ID berücksichtigt werden (T02)
  • Das „Verlinken“ von verschiedenen IDs (über Hochschul- und Landesgrenzen hinweg) muss möglich sein, d.h., besitzt ein/eine Wissenschaftler*In bei verschiedenen Institutionen oder auch bei externen Anbietern wie ORCID bereits eine ID, sollen diese in der edu-ID zusammengeführt werden können (T13)

Aus den beschriebenen Use Cases zur Lehre ergeben sich folgende Anforderungen an eine edu-ID:

  • Nutzer*Innen müssen feingranular steuern können, welche Systeme welche personenbezogene Daten, die im Zusammenhang mit der edu-ID gespeichert sind, erhalten (Consent-Modell) (T10)
  • Nutzen verschiedene Einrichtungen Attribute aus der selben edu-ID, muss Vertrauen zwischen den Einrichtungen etabliert werden, z.B. durch
    • Kennzeichnung der Attribute, mit welchen Verfahren diese bzw. die zugehörige Person jeweils verifiziert wurde. Auf nicht technischer Ebene können sich hier die Einrichtungen auch auf definierte Arten der Identifikationsprüfung verständigen. Die Attribute können so bestimmten Verlässlichkeitsklassen zugeordnet werden. Ggf. können hier auch Synergien mit der PKI genutzt werden (Verifizierung einzelner Attribute durch TS). (T03, T04, T05)
  • Die Kommunikation zur Übergabe von Informationen zwischen Organisationen beim Wechsel muss immer durch den/die Benutzer*Innen angestoßen werden (T10)
  • Verlässlichkeitsklassen / Levels of Assurance werden benötigt, wobei es den Service Providern überlassen bleibt, welche Attribute und welche Qualität benötigt wird (T05, T09)
  • Eine Attributaggregation muss möglich sein, damit lokale SPs entscheiden können, wer auf lokale und/oder fachbezogene Dienste zugreifen kann. Welche Attribute wo gespeichert werden, ist hierbei Frage des Betriebskonzepts (T13)
  • Typische IdM-Probleme (Deprovisionierung, Reprovisionierung, Duplikaterkennung u.a.) müssen auch für die edu-ID berücksichtigt werden (T02)
  • Das „Verlinken“ von verschiedenen IDs (über Hochschul- und Landesgrenzen hinweg) muss möglich sein, z.B. mit Credentials bei Diensten wie eduroam (T13).

Aus den beschriebenen Use Cases zur Forschung ergeben sich folgende Anforderungen an eine edu-ID:

  • Das „Verlinken“ von verschiedenen IDs (über Hochschul- und Landesgrenzen hinweg) muss möglich sein, d.h., besitzt ein/eine Wissenschaftler*In bei verschiedenen Institutionen oder auch bei externen Anbietern wie ORCID bereits eine ID, sollen diese in der edu-ID zusammengeführt werden können (T13)
  • Nutzer*Innen müssen feingranular steuern können, welche Systeme welche personenbezogene Daten, die im Zusammenhang mit der edu-ID gespeichert sind, erhalten (Consent-Modell) (T10)
  • Nutzen verschiedene Einrichtungen Attribute aus der selben edu-ID, muss Vertrauen zwischen den Einrichtung etabliert werden, z.B. durch
    • Attribute werden gekennzeichnet, mit welchen Verfahren diese bzw. die zugehörige Person verifiziert wurde. Auf nicht technischer Ebene können sich hier die Einrichtungen auch auf definierte Arten der Identifikationsprüfung verständigen. Die Attribute können so bestimmten Verlässlichkeitsklassen zugeordnet werden. Ggf. können hier auch Synergien mit der PKI genutzt werden. (T03, T04, T05)
  • Benötigt werden einheitliche Kriterien für die Zuordnung zu einheitlichen Benutzergruppen (Statusgruppen können abweichen) oder Festlegungen, wer in welchen Anwendungsfällen solche Zuordnungen durchführen darf (O02)
  • Die Kommunikation zur Übergabe von Informationen zwischen Organisationen beim Wechsel muss immer durch den/die Benutzer*Innen angestoßen werden (T10)
  • Zur Vereinfachung soll ein Attributset mit definiertem Umfang festgelegt werden (Beispiel: Consent Web-SSO)
  • Verlässlichkeitsklassen / Levels of Assurance werden benötigt, wobei es den Service Providern überlassen bleibt, welche Attribute und welche Qualität benötigt wird (T05, T09)
  • Eine Attributaggregation muss möglich sein, damit lokale SPs entscheiden können, wer auf lokale und/oder fachbezogene Dienste zugreifen kann. Welche Attribute wo gespeichert werden, ist hierbei Frage des Betriebskonzepts (T13)
  • Typische IdM-Probleme (Deprovisionierung, Reprovisionierung, Duplikaterkennung u.a.) müssen auch für die edu-ID berücksichtigt werden (T02)

Aus den beschriebenen Use Cases zur Verwaltung ergeben sich folgende Anforderungen an eine edu-ID:

  • Nutzer*Innen müssen feingranular steuern können, welche Systeme welche personenbezogene Daten, die im Zusammenhang mit der edu-ID gespeichert sind, erhalten (Consent-Modell) (T10)
  • Nutzen verschiedene Einrichtungen Attribute aus der selben edu-ID, muss Vertrauen zwischen den Einrichtungen etabliert werden, z.B. durch
    • Kennzeichnung der Attribute, mit welchen Verfahren diese bzw. die zugehörige Person jeweils verifiziert wurden. Auf nicht technischer Ebene können sich hier die Einrichtungen auch auf definierte Arten der Identifikationsprüfung verständigen. Die Attribute können so bestimmten Verlässlichkeitsklassen zugeordnet werden. Ggf. können hier auch Synergien mit der PKI genutzt werden (Verifizierung einzelner Attribute durch TS). (T03, T04, T05)
  • Benötigt werden einheitliche Kriterien für die Zuordnung zu einheitlichen Benutzergruppen (Statusgruppen können abweichen) oder Festlegungen, wer in welchen Anwendungsfällen solche Zuordnungen durchführen darf (O02)
  • Die Kommunikation zur Übergabe von Informationen zwischen Organisationen beim Wechsel muss immer durch den/die Benutzer*Innen angestoßen werden (T10)
  • Verlässlichkeitsklassen / Levels of Assurance werden benötigt, wobei es den Service Providern überlassen bleibt, welche Attribute und welche Qualität benötigt wird (T05, T09)
  • Eine Attributaggregation muss möglich sein, damit lokale SP entscheiden können, wer auf lokale und/oder fachbezogene Dienste zugreifen kann. Welche Attribute wo gespeichert werden, ist hierbei Frage des Betriebskonzepts (T13)
  • Typische IdM-Probleme (Deprovisionierung, Reprovisionierung, Duplikaterkennung u.a.) müssen auch für die edu-ID berücksichtigt werden (T02)

Aus den beschriebenen Use Cases für Sonstige ergeben sich folgende Anforderungen an eine edu-ID:

  • Registrierung einer edu-ID von jeder natürlichen Person zu jedem Zeitpunkt. Interessant sind die Mehrwerte für die Nutzer*Innen. Möglichst viele Personen, die als Gäste und Sonstige mit der Hochschule in Kontakt treten, sollen bereits eine edu-ID haben. (O01)
  • Die Nutzung der edu-ID muss für Service-Anbieter auch außerhalb der Uni-Welt niederschwellig sein, so dass die edu-ID eine einfache Möglichkeit ist, ein personalisiertes Login zur Verfügung zu stellen. (T14)
  • Attribute wie z.B. die eduPersonAffiliation (oder andere zur Berechtigungsvergabe verwendete Attribute) müssen auf mehr mögliche Werte erweitert werden, die für die Berechtigungen von diversen (sonstigen) Dienstleistungen genutzt werden können (O01)

Übergreifend: Betriebs-/Informationssicherheit, Betriebs- und Kostenmodell (→ separate Dokumente, spätere Iteration)

  • Zuletzt geändert: vor 2 Monaten